Zusätzliche Sprachfördermaßnahmen

Die Erweiterung des Schulgesetzes (§ 36 Abs. 2 ) sieht vor, dass alle Kinder zwei Jahre vor der Einschulung verpflichtend an einem Sprachstandsfeststellungsverfahren teilnehmen.

Ziel dieser Maßnahme ist, dass diejenigen Kinder, bei denen ein Defizit in der deutschen Sprache festgestellt wurde, an besonderen Sprachfördermaßnahmen teilnehmen. Die Sprachförderung erfolgt in der Einrichtung und ist fest mit in den Tagesablauf eingebunden. Die Sprachstandsfeststellung (Delfin 4) untergliedert sich in zwei Stufen. In der ersten Stufe nehmen alle Kinder zwei Jahren vor der Einschulung an dem Test „Besuch im Zoo“ teil.

Ausblick

Aufgabe der ersten Stufe ist es, die Kinder herauszufiltern, deren Sprachentwicklung unauffällig ist, bzw. bei denen eine zusätzliche Sprachförderung angezeigt wird. Dieser Test findet in den vertrauten Räumen unserer Einrichtung statt und wird von der jeweiligen Gruppenleiterin durchgeführt. Eine Lehrkraft der Grundschule dokumentiert und wertet anhand eines Beobachtungsbogens die Äußerungen des Kindes aus. Sprachauffällige Kinder werden mit der Stufe 2 des Testverfahrens „Besuch im Pfiffikushaus“ genauer untersucht, um herauszufinden, ob zusätzlicher Sprachförderbedarf besteht. Dieses Spiel wird von der Lehrkraft durchgeführt. Eine vertraute Bezugsperson (Eltern, Erzieherin) kann anwesend sein.

Zusätzlichen Sprachförderbedarf haben Kinder:

  • deren Sprachentwicklung nicht altersgemäß ist
  • die die deutsche Sprache nicht hinreichend beherrschen

Wenn bei einem Kind zusätzlicher Sprachförderbedarf besteht, erhält das Kind zwei Jahre – bis zur Einschulung- zusätzliche Sprachförderung.

 

Zusätzlich zu den Angeboten der Einrichtung erhalten die Kinder gezielte Sprachförderung in den Bereichen

  • Wortschatz
  • Phonologische Bewusstheit
  • Grammatik
  • Mündliche Sprachhandlung

 

 

Diese zusätzliche Sprachförderung übernimmt in unserer Einrichtung eine externe Fachkraft. Frau Hoffmann ist Erzieherin und Logopädin. Sie kommt zwei Mal pro Woche in unsere KiTa, um den Kindern, bei denen zusätzlicher Sprachförderbedarf festgestellt wurde, zielgerichtete Aufgaben anzubieten.

Diese Sprachfördermaßnahmen ersetzen keine Maßnahmen, die aus medizinischen und logopädischen Gründen erforderlich sind.