Die Rolle der Erzieherin

Eltern und Erzieherinnen sind durch ihr Verhalten maßgeblich an der Sprachförderung beteiligt.

Bei jedem Gesprächskontakt sind sie dem Kind ein wichtiges Vorbild, an dem sich die Kinder orientieren. Daher ist die Reflexion des eigenen sprachlichen Verhaltens ein grundlegender Bestandteil der Sprachförderung im Kindergarten:

da seit Ihr sprachlos

  • Den Kindern mit einem echten Interesse und mit Aufmerksamkeit zuhören.
  • Die Kinder ausreden lassen und Ihnen Zeit geben, Wörter zu finden und auszusprechen.
  • Nicht die richtige Form eines Wortes nachsprechen lassen, sondern selbst den Satz in der grammatikalisch richtigen Form wiederholen, z.B.
  • Kind: Ich habe ein Lied gesingt.
  • Erzieherin: Welches Lied hast du denn gesungen?
  • Sich selbst sprechfreudig zeigen und Sprachanlässe schaffen, indem sich die Erzieherin an den Stärken, Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientiert.
  • Das eigene Handeln mit Sprache begleiten, z.B. Jetzt verrühre ich das Kakaopulver mit der Milch.
  • Die Sprache mit Handeln begleiten.
  • In vollständigen grammatikalisch richtigen und je nach Sprachniveau des Kindes kurzen Sätzen sprechen.
  • Wörter langsam und deutlich aussprechen, nicht „nuscheln“.
  • Offene Fragen stellen, die die Kinder ermutigen, mehr als nur mit „Ja“ oder „Nein“ zu sagen.

Sprache kann nur in einem lebendigen und sozialen Prozess erlernt werden. Kinder brauchen deshalb nicht nur sprachliche Vorbilder, sondern auch aufmerksame Zuhörer. Zuhören bedeutet Wertschätzung und Interesse. Sie ist wichtig für die Beziehung zwischen Kind und Erzieherin.

Eltern als Erziehungspartner

Ein gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den pädagogischen Mitarbeitern kommen den Kindern in ihrer Sprachentwicklung zu Gute.

Wie bereits in der Bildungskonzeption erläutert, sind die Eltern die wichtigsten Erziehungspartner für uns. Gerade bei dem so wichtigen Bildungsbereich „Sprache“, ist es unerlässlich, die Kinder nicht losgelöst von ihrer Lebens- Situation zu sehen. Eltern bringen eine Vielzahl von Kompetenzen mit, die die Kinder in ihrer Sprachentwicklung unterstützen:

traut euch

  • Im gemeinsamen Familienalltag unterstützen sie die Kinder, indem sie die Sprache sprechen, die sie am besten beherrschen. Hier sind sie ein wichtiges sprachliches Vorbild für die Kinder.
  • Eltern geben wichtige Hinweise über die familiäre Situation, die Sprache(n), mit denen ein Kind aufwächst und kulturelle Hintergründe.
  • Eltern können die Erzieherinnen über bestimmte Regeln und Rituale informieren, die das Kind bereits von zu Hause kennt und die für die Einschätzung und Verhaltensweisen des Kindes wichtig sind.
  • Eltern können sich mit den Erzieherinnen über die Interessen, Bedürfnisse und Stärken der Kinder austauschen.
  • Eltern geben Informationen über ihre Erziehungsziele und –stile.

Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Eltern schafft die Voraussetzung, um auch zu Hause die Sprachentwicklung nachhaltig zu unterstützen.