Unser Bild vom Kind

Jedes Kind ist ein Geschöpf Gottes.

Kletterbaum

Die Erziehung in einer katholischen Tageseinrichtung für Kinder nimmt die Einzigartigkeit eines jeden Menschen ernst. Jedes Kind wird, entsprechend seinem Entwicklungsstand, mit seinen Neigungen, Vorlieben und Interessen ernst genommen, nachhaltig gefordert und gefördert. Es ist uns wichtig, Kinder zu Individuen zu erziehen.
Kinder sind verschieden – und dürfen es auch sein. Jedes Kind ist neugierig, es stellt Fragen und es erobert sich seine Welt. Diese Selbstbildungspotenziale eines jeden Kindes zu fördern, ist unsere zentrale Aufgabe. Unsere Bildungs- und Förderprozesse setzen bei den schon angelegten und erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen des Kindes an und bauen darauf auf. Wir unterstützen die Prozesse, die das Kind alleine bewältigt. So lernt es orientiert an den eigenen Stärken, bleibt motiviert und entwickelt sich.
Wohlfühlen in der räumlichen Umgebung sowie eine gute Bindung zu Bezugspersonen in der KiTa sind Voraussetzung. Auch wir lernen sehr viel mehr, wenn wir an den Inhalten, die wir erlernen möchten, interessiert und motiviert sind.

 

Sag es mir und ich vergesse es,
zeig es mir und ich erinnere mich,
lass es mich tun und ich behalte es.

(Konfuzius)

 

Bildung ist mehr – Bildung in der KiTa

Der Begriff Bildung umfasst mehr als die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. „Vielmehr geht es in gleichem Maße darum, Kinder in allen ihnen möglichen, insbesondere in den sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern.“ (Bildungsvereinbarung NRW) Wir bereiten die Kinder auf ihre zukünftigen Lebens- und Lernaufgaben vor und ermutigen sie, sich am Zusammenspiel der demokratischen Gesellschaft zu beteiligen.

Kletterbaum

Bildung im frühkindlichen Alter ist ein sozialer Prozess, denn in der Regel lernen Kinder in einer konkreten sozialen Situation, in der Interaktion mit anderen Kindern, mit Erzieherinnen, Eltern und anderen Erwachsenen.


In diesem Sinne verstanden, findet Bildung im partnerschaftlichen Zusammenwirken und der aktiven Beteiligung aller in das Bildungsgeschehen einbezogenen, also der Kinder wie der Erwachsenen statt. Die altersangemessene Form des Lernens und Sich- Bildens ist das Spiel, welches alle Bildungsbereiche enthält.


Die Selbstbildungspotenziale wie z.B. das Differenzieren von Wahrnehmungen über die verschiedenen Sinne oder Gefühle sowie z.B. auch das forschende Lernen, finden in der Einrichtung immer wieder Berücksichtigung, egal welcher Bildungsbereich gerade angesprochen wird.
Die Tageseinrichtung schafft die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreich funktionierende Selbstbildung der Kinder. Den Kindern werden Bildungsangebote gemacht, die sowohl ihre Entwicklungsmöglichkeiten ausschöpfen als auch Entwicklungsrückstände und gesellschaftliche Benachteiligungen frühzeitig auszugleichen suchen.


In diesem Sinne gilt es für Erzieherinnen und Eltern zu akzeptieren, dass jeder Mensch sein eigenes Paket an Entwicklungsmöglichkeiten mit sich bringt.